Themen im Fokus

Die Bedeutung von Drittmitteln nimmt stetig zu, doch mit jeder zusätzlichen Förderung wächst auch die administrative Komplexität. Die Landschaft ist unübersichtlich: Die DFG fordert andere Standards als die EU, Industrieprojekte funktionieren anders als EFRE-Mittel, und über allem schweben das strenge Zuwendungsrecht sowie steuerliche Fallstricke. Fehler in der Vertragsgestaltung oder der Mittelbewirtschaftung führen schnell zu Rückforderungen oder rechtlichen Konsequenzen.

Dieser Basiskurs vermittelt Ihnen das fundamentale Rüstzeug, um Drittmittelprojekte über den gesamten Lebenszyklus hinweg professionell und rechtssicher zu steuern.

Das nehmen Sie mit

  • Überblick über die wichtigsten Fördergeber (DFG, EU, Bund/Länder) und deren spezifische Anforderungen.
  • Verständnis für den rechtlichen Rahmen aus Verwaltungs- und Zuwendungsrecht.
  • Sicherheit bei der Unterscheidung steuerlicher Sphären und der Einordnung von Betrieben gewerblicher Art (BgA).
  • Kompetenz in der Gestaltung und Prüfung von Forschungs- und Geheimhaltungsverträgen.
  • Know-how für die erfolgreiche Einwerbung und effiziente Administration von Geldern.
  • Routine für die Vorbereitung auf Kontrollen und Revisionen, um Rückforderungen zu vermeiden.
Seminar Details

Modalität

Online

format

Zwei halbe Tage

zeitraum

08:30 - 13:00 Uhr

Termin & Preis

Preis pro Person zzgl. Mwst. (19%)

Ihre Referierenden

Leiter Drittmittel

Bernhard Dasselaar

Abteilungsleiter Kostenrechnung und Drittmittelverwaltung

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Rechtsanwalt

Martin Trillsch LL.M.

Abteilungsleiter Forschungsverträge und Drittmittelmanagement

Universitätsklinikum Bonn

Drittmittelmanagement

Alexander Gehrsitz

Abteilungsleiter Drittmittelmanagement

Universitätsklinikum Würzburg

Warum dieses Format

Online, kompakt, interaktiv: konzipiert für  den Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst.

Zwei halbe Tage

Vormittags lernen, nachmittags umsetzen – ohne den Arbeitsalltag zu blockieren.

Keine Installation

Edudip läuft direkt im Browser. Kein Download, keine IT-Freigabe nötig.

Kleine Gruppe

Maximal 25 Teilnehmende für echten Austausch und individuelle Fragen.

Top Referierende

Unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis mit viel Erfahrung in den Themen.

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Drittmittelmanagement: Warum systematisches Wissen den Unterschied macht

Drittmittel sind längst kein Nebenschauplatz mehr. An Hochschulen und Forschungseinrichtungen machen sie häufig einen erheblichen Teil des Gesamtbudgets aus – und mit jedem eingeworbenen Euro steigt die administrative Komplexität. DFG-Projekte unterliegen anderen Regeln als EU-Förderungen, Industrieaufträge funktionieren nach anderer Logik als BMBF-Zuwendungen, und über allem liegt ein dichtes Netz aus Zuwendungsrecht, Steuerrecht und Haushaltsrecht, das bei Fehlern wenig Spielraum lässt.

Für Mitarbeitende, die neu in der Drittmittelverwaltung sind oder aus angrenzenden Bereichen kommen, ist die Einstiegshürde hoch. Die Förderlandschaft in Deutschland und Europa ist fragmentiert: Jeder Geldgeber hat eigene Richtlinien, eigene Formulare, eigene Abrechnungslogiken. Was bei der DFG als projektbezogene Ausgabe anerkannt wird, kann beim BMBF schon problematisch sein. Und wer die steuerlichen Implikationen übersieht – Stichwort Betrieb gewerblicher Art –, riskiert Nachforderungen, die ein ganzes Projektbudget auffressen.

Dazu kommt die vertragliche Dimension: Forschungs- und Kooperationsverträge enthalten Klauseln zu geistigem Eigentum, Haftung und Verwertungsrechten, die weit über das reine Finanzmanagement hinausgehen. Wer hier die Tragweite einzelner Formulierungen unterschätzt, schafft Risiken, die erst Jahre später – bei einem Audit, einer Betriebsprüfung oder einem Rechtsstreit – sichtbar werden.

Der Basiskurs Drittmittelmanagement schafft genau die Grundlage, die für eine sichere und effiziente Arbeit im Drittmittelbereich erforderlich ist. Drei Referierende bringen dabei komplementäre Perspektiven mit: Bernhard Dasselaar vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) deckt die Kostenrechnung und das Zusammenspiel von Vollkosten, Gemeinkostenzuschlägen und Förderfähigkeit ab. Martin Trillsch LL.M. vom Universitätsklinikum Bonn kennt die vertragliche Seite aus der täglichen Praxis einer Hochschulmedizin, in der Forschungsverträge, Geheimhaltungsvereinbarungen und Drittmittelströme besonders vielfältig sind. Alexander Gehrsitz vom Universitätsklinikum Würzburg ergänzt die Perspektive der operativen Drittmittelverwaltung in einem klinischen Umfeld.

Gemeinsam vermitteln sie ein Gesamtbild: Von der Fördermittelakquise über die rechtsichere Vertragsgestaltung bis zur Vorbereitung auf Prüfungen und Revisionen. Der Kurs richtet sich an alle, die im Drittmittelbereich Orientierung brauchen – ob als Einstieg oder als systematische Auffrischung für Praktikerinnen und Praktiker, die bisher vor allem learning by doing betrieben haben.