DFG-Projekte einwerben und administrieren: Vom Antrag bis zum Abschlussbericht
Ein DFG-Antrag scheitert selten an der wissenschaftlichen Qualität – sondern häufig an vermeidbaren formalen Fehlern, unklaren Kostenkalkulationen oder einer Programmwahl, die nicht zum Vorhaben passt. Und selbst nach einem positiven Förderbescheid beginnt die eigentliche Herausforderung erst: Personaleinsatzplanung, Mittelabruf, Programmpauschale, Verwendungsnachweis und die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Verwaltung entscheiden darüber, ob ein bewilligtes Projekt reibungslos läuft oder in der Administration stecken bleibt.
Diese Fortbildung begleitet Sie durch den gesamten Lebenszyklus eines DFG-Projekts – von der ersten Projektidee über die Antragstellung und Begutachtung bis zur Drittmittelbewirtschaftung und zum Projektabschluss. Sie erhalten das Rüstzeug, um Anträge gezielt vorzubereiten und bewilligte Mittel sicher, prüfungsfest und effizient zu verwalten.
Was Sie für die korrekte Behandlung von Sponsoring und Spenden in der Hochschule lernen
Ihre Referierenden

Drittmittelmanagement
Alexander Gehrsitz
Abteilungsleiter Drittmittelmanagement
Universitätsklinikum Würzburg
Fragen von Teilnehmenden
Fragen zum Thema
Die DFG bietet ein breites Spektrum: von der Einzelförderung (Sachbeihilfe) über Nachwuchsprogramme wie das Emmy Noether-Programm bis zu koordinierten Programmen wie Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprogrammen und Forschungsgruppen. Die Wahl des richtigen Programms hängt von Projektumfang, Laufzeit, Beteiligtenkreis und Karrierestufe ab.
Nach der Antragstellung durchläuft der Antrag eine schriftliche Begutachtung durch fachlich ausgewiesene Gutachtende, gefolgt von der Bewertung in den Fachkollegien und der abschließenden Entscheidung durch die Gremien der DFG. Das Verfahren folgt dem Prinzip der wissenschaftsgeleiteten Selbstverwaltung. Wer den Ablauf und die Bewertungskriterien kennt, kann seinen Antrag deutlich zielgerichteter aufstellen.
Die Programmpauschale ist ein prozentualer Zuschlag zu den direkten Projektkosten, der die indirekten Kosten eines Projekts (Overhead) abdecken soll – etwa für Infrastruktur, Verwaltung und Betrieb. Sie steht der Einrichtung zur Verfügung und muss strategisch eingesetzt werden. Die korrekte Kalkulation und Verwendung der Programmpauschale ist ein zentraler Punkt in der Projektadministration.
Der Einsatz KI-basierter Werkzeuge in der Antragstellung ist ein sich schnell entwickelndes Feld mit eigenen Regeln und Grenzen. Die DFG hat hierzu Leitlinien formuliert, die Transparenz und die Verantwortung der Antragstellenden betonen. In der Fortbildung ordnen wir ein, wo KI sinnvoll unterstützt und wo Vorsicht geboten ist – sowohl bei der Antragstellung als auch mit Blick auf die Begutachtung.
Organisatorische Fragen
Direkt nach Abschluss Ihrer Buchung erhalten Sie die Rechnung automatisch per E-Mail. Bitte beachten Sie, dass die Rechnung auf die von Ihnen angegebene Organisation (bzw. den Arbeitgeber) ausgestellt wird.
Der Rechnungsbetrag ist innerhalb von 14 Tagen bequem per Banküberweisung zu begleichen. Die entsprechenden Kontodaten finden Sie direkt auf der Rechnung.
Sollten Sie den Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie um eine frühzeitige Kontaktaufnahme. Gerne besprechen wir mit Ihnen mögliche Alternativen, wie zum Beispiel die Teilnahme an einem späteren Termin. Detaillierte Informationen zu den Stornierungsbedingungen finden Sie zudem in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter https://publivio.de/agb/.
Sie erhalten Ihre Teilnahmebescheinigung circa eine Woche nach der Veranstaltung per E-Mail zugesendet.
Der Veranstaltungspreis umfasst die Teilnahme am Seminar sowie Ihre Verpflegung vor Ort. Wir sorgen für Kaffeepausen mit Kuchen sowie ein gemeinsames Mittagessen. Eine Übernachtung ist im Preis nicht inbegriffen; wir bitten Sie, diese bei Bedarf gesondert zu organisieren.
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DFG-Förderung: Warum der Erfolg zwischen Antrag und Abschlussbericht entschieden wird
Eine Arbeitsgruppe hat eine exzellente Forschungsidee, verliert aber Monate, weil der Antrag im falschen Förderprogramm landet. Ein bewilligtes Projekt gerät ins Stocken, weil die Personaleinsatzplanung nicht mit dem Mittelabruf synchronisiert ist. Eine Einrichtung muss bei der Prüfung Mittel zurückzahlen, weil eine Umwidmung nicht sauber dokumentiert wurde. Diese Situationen haben eines gemeinsam: Sie entstehen nicht aus mangelnder wissenschaftlicher Qualität, sondern aus Lücken im Zusammenspiel von Antragslogik und Administration.
Die DFG ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland und eine der wichtigsten Fördergeberinnen für die Grundlagenforschung. Ihre Förderprogramme reichen von der Einzelförderung bis zu großen koordinierten Verbünden – und mit jedem Programm ändern sich Anforderungen, Kalkulationslogik und administrative Pflichten. Wer erfolgreich einwerben und bewirtschaften will, muss beide Seiten beherrschen: die strategische Vorbereitung eines überzeugenden Antrags und die prüfungsfeste Verwaltung der bewilligten Mittel.
Genau hier setzt diese Fortbildung an. Sie führt entlang des gesamten Projektlebenszyklus: Zunächst die Förderlandschaft und die Frage, welches Programm zu welchem Vorhaben passt. Dann die Antragstellung – inklusive der aktuellen Rolle künstlicher Intelligenz bei der Erstellung und Begutachtung von Anträgen. Anschließend der Übergang vom Förderbescheid in die operative Bewirtschaftung: Projekteinrichtung, Personaleinsatzplanung, Mittelabruf, Verwendungsnachweise, Controlling und Projektabschluss. Und schließlich die oft unterschätzten Themen Programmpauschale, Forschungsinfrastruktur und die Prozesse an der Schnittstelle zwischen Forschenden und Verwaltung.
Der Austausch anhand von Fallbeispielen und Best Practices steht dabei im Mittelpunkt. Denn viele der entscheidenden Fragen in der DFG-Administration werden im Verwaltungsalltag ad hoc entschieden – diese Fortbildung bringt Systematik in ein Feld, in dem gute Vorbereitung und saubere Prozesse den Unterschied zwischen einem reibungslosen und einem problematischen Projektverlauf ausmachen.



