Themen im Fokus

Die Kohäsionspolitik wandelt sich: Weg vom strikten Beleg-Tracking, hin zu Ergebnisorientierung und Pauschalierung. Doch was für die Begünstigten eine Vereinfachung darstellt, wirft für Verwaltungs- und Prüfbehörden neue Fragen auf. Wie prüft man rechtssicher, wenn keine Kostenbelege mehr im Fokus stehen (FNLC)? Wie weit darf eine risikobasierte Verwaltungskontrolle gehen, ohne die Fehlerquote zu gefährden?

Diese Konferenz ist das zentrale Branchentreffen für alle, die ESI-Mittel verwalten und prüfen. Jenseits der bloßen Theorie bieten wir eine Plattform für den intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Behörden. Diskutieren Sie mit Fachkolleginnen und -kollegen, wie Vereinfachte Kostenoptionen (VKO) und Finanzierungen, die nicht an Kosten geknüpft sind (FNLC), prüfungssicher in die Praxis überführt werden und welche aktuellen Neuerungen aus Brüssel auf Ihren Schreibtisch zukommen.

Das nehmen Sie mit

  • Exklusives Branchen-Netzwerk: Nutzen Sie die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Vertretenden anderer Verwaltungs- und Prüfbehörden über gemeinsame Herausforderungen.
  • Sicherheit bei VKO: Erfahren Sie, wie Sie Vereinfachte Kostenoptionen rechtssicher aufsetzen und prüfen, um den Verwaltungsaufwand effektiv zu senken.
  • Update zu FNLC: Verstehen Sie die neue Logik von „Financing Not Linked to Costs“ – weg von der Kostenprüfung, hin zur Prüfung von Bedingungen und Ergebnissen.

  • Strategien für Verwaltungskontrollen: Diskutieren Sie, wie Sie Kontrollen risikobasiert steuern.

  • Überblick über aktuelle Entwicklungen: Bleiben Sie up-to-date bei den neuesten Leitlinien der EU-Kommission und den aktuellen Auditing-Standards im EFRE-Bereich.
  • Profitieren Sie von Lösungsansätzen anderer Bundesländer und Regionen bei der Umsetzung der Förderperiode 2021-2027.

Seminar Details

Modalität

Online, Präsenz in Berlin

format

Zwei ganze Tage

zeitraum

08:30 - 15:00 Uhr

Termin & Preis

Preis pro Person zzgl. Mwst. (19%)

Ihre Referierenden

EFRE

Jan Riener

 

Hessisches Ministerium für Finanzen

Porträtaufnahme eines lächelnden Mannes,Matthias Dambacher, mit Brille in einem Außenbereich. Er trägt einen grauen V-Ausschnitt-Pullover über einem hellblauen Hemd. Der Hintergrund zeigt eine leicht unscharfe städtische Umgebung mit Gebäuden und herbstlichen Bäumen bei natürlichem Tageslicht.
FNLC (ESI Fonds)

Matthias Dambacher

 

EU-Prüfbehörde EFRE/ESF+/JTF des Landes Sachsen-Anhalt

Vereinfachte Kostenoptionen

Martin Lascho

 

Prüfbehörde EU-Fonds ESF+ Bund (BMAS)

Willkommen zu Präsenzveranstaltungen

Manche Fragen lassen sich nicht in den Chat tippen. Manche Themen brauchen mehr als ein geteiltes Dokument. Und manche Erkenntnisse entstehen erst im Gespräch – zwischen Kolleginnen und Kollegen, die vor denselben Herausforderungen stehen wie Sie.

Für diese Fortbildungen haben wir bewusst ein Präsenzformat gewählt: Unsere Veranstaltungen im Silent Green Kulturquartier in Berlin-Wedding bieten den Rahmen, den komplexe Themen aus der öffentlichen Verwaltung verdienen – konzentriert, offen, ohne Ablenkung.

Das Silent Green Kulturquartier in Berlin-Wedding ist ein denkmalgeschütztes Ensemble auf dem Gelände eines ehemaligen Krematoriums, das heute als Ort für Kultur, Forschung und Austausch genutzt wird. Unsere Konferenz findet in den modernen Tagungsräumen des Quartiers statt – ruhig gelegen, mit Tageslicht und einer Architektur, die konzentriertes Arbeiten möglich macht, ohne den sterilen Charakter klassischer Konferenzhotels. Für zwei Tage intensiver Detailarbeit ein Ort, der zur Sache passt.

Direkter Austausch

Fragen stellen, Fälle besprechen, Lösungsansätze anderer Organisationen kennenlernen.

Fokus ohne Ablenkung

Kein Multitasking, kein geteilter Bildschirm.
Zwei Tage konzentriertes Arbeiten.

Klärung vor Ort

Referierende und KollegInnen direkt ansprechen – auch in den Pausen und beim Mittagessen.

Format

Zwei ganze Tage

Adresse

silent green
Gerichtstraße 35
13347 Berlin

Anreise

Vom Hauptbahnhof:
14 Minuten mit dem Bus

Hotelempfehlungen auf Anfrage

Verpflegung

Inkl. Pausensnacks, Mittagessen und Getränke

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ESI-Fonds und EFRE: Wie die neue Förderlogik Verwaltungs- und Prüfbehörden herausfordert

Die europäische Kohäsionspolitik befindet sich im Umbruch. Mit der Förderperiode 2021–2027 hat die EU-Kommission einen Paradigmenwechsel eingeleitet: weg von der klassischen Belegprüfung, hin zu ergebnisorientierten Förderinstrumenten. Vereinfachte Kostenoptionen (VKO), Financing Not Linked to Costs (FNLC) und pauschalierte Abrechnungsmodelle sollen den Verwaltungsaufwand reduzieren und den Fokus auf Wirkung statt Nachweis lenken. In der Theorie eine überfällige Modernisierung – in der Praxis ein Komplexitätstreiber für alle, die diese Instrumente umsetzen und prüfen müssen.

Für Verwaltungsbehörden stellt sich die Frage: Wie gestalte ich Förderprogramme so, dass sie die neuen Instrumente nutzen, ohne bei der Fehlerquotenberechnung in Schwierigkeiten zu geraten? Für Prüfbehörden dreht sich alles um die Frage: Wie prüfe ich rechtssicher, wenn keine Originalbelege mehr im Mittelpunkt stehen? Und für die Begünstigten bedeutet der Wechsel: Welche Nachweise muss ich jetzt erbringen – und welche nicht mehr?

Besonders die Anwendung von FNLC wirft in der Praxis grundlegende Fragen auf. Das Konzept klingt elegant: Förderung wird nicht an Kosten, sondern an Ergebnisse geknüpft. Doch wie definiert man messbare Meilensteine, die weder zu leicht noch zu schwer erreichbar sind? Wie verhindert man, dass die Vereinfachung an der einen Stelle neue Bürokratie an anderer Stelle schafft? Und wie gehen Prüfbehörden mit Programmen um, bei denen sie keine Kostenbelege mehr prüfen können, aber trotzdem die Ordnungsmäßigkeit der Mittelverwendung sicherstellen müssen?

Unsere Jahreskonferenz ESI-Fonds und EFRE bringt genau die Akteure zusammen, die diese Fragen in der täglichen Arbeit beantworten müssen. Jan Riener aus dem Hessischen Ministerium für Finanzen kennt die Perspektive der Verwaltungsbehörde, die Förderprogramme konzipiert und steuert. Matthias Dambacher von der EU-Prüfbehörde EFRE/ESF+/JTF des Landes Sachsen-Anhalt bringt die Prüferperspektive ein – und damit die Frage, welche Nachweise in der Praxis tatsächlich standhalten. Martin Lascho von der Prüfbehörde EU-Fonds ESF+ Bund (BMAS) ergänzt die bundesweite Sicht auf vereinfachte Kostenoptionen.

Die Konferenz ist bewusst als Austauschformat angelegt: Neben fachlichen Impulsen stehen Praxisberichte aus verschiedenen Bundesländern und strukturierte Diskussionsrunden im Mittelpunkt. Denn bei der Umsetzung der Förderperiode 2021–2027 gibt es keine Blaupause – aber viele Erfahrungen, von denen andere profitieren können.