Themen im Fokus

Laborgebäude gehören zur Königsklasse des öffentlichen Bauens. Die technische Komplexität ist extrem hoch, die Sicherheitsvorschriften sind streng, und die Nutzungsmethoden ändern sich oft schneller, als gebaut werden kann. Hinzu kommt der Druck, trotz energieintensiver Technik nachhaltig zu planen und das Budget der öffentlichen Hand nicht zu sprengen.

Dieses Seminar bietet Ihnen einen strukturierten Leitfaden durch den gesamten Planungsprozess. Wir verknüpfen die harten Fakten (Normen, Technik, Sicherheit) mit strategischen Lösungen für Kostenkontrolle und Flexibilität, damit Ihr Laborgebäude auch in zehn Jahren noch funktional und wirtschaftlich betrieben werden kann.

Das nehmen Sie mit

  • Überblick über die entscheidenden rechtlichen Rahmenbedingungen, Normen und Sicherheitsvorgaben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
  • Strategien für effiziente und nachhaltige Gebäudekonzepte, die hohe Funktionalität mit optimierter Energiebilanz vereinen.
  • Wissen über moderne technische Infrastruktur und Ausstattungsvarianten, die speziell auf die Anforderungen öffentlicher Einrichtungen zugeschnitten sind.
  • Werkzeuge zur strikten Projektsteuerung und Kostenkontrolle, um Budgetüberschreitungen bei komplexer Technik zu vermeiden.
  • Impulse durch analysierte Praxisbeispiele aus der Verwaltung, um von bewährten Lösungen zu lernen und Planungsfehler zu vermeiden.
  • Konzepte für Zukunftssicherheit und Flexibilität, damit das Gebäude auf wechselnde Forschungs- und Nutzungsbedingungen reagieren kann.
Seminar Details

Modalität

Online, Präsenz in Berlin

format

Zwei ganze Tage

zeitraum

08:30 - 16:00 Uhr

Termin & Preis

Preis pro Person zzgl. Mwst. (19%)

Ihre Referierenden

Sicherheitslabore

Claus Schweinheim

 

HT Lab Tec GmbH

Laborplanung

Dr. rer. nat. Andreas Düdder

 

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Willkommen zu Präsenzveranstaltungen

Manche Fragen lassen sich nicht in den Chat tippen. Manche Themen brauchen mehr als ein geteiltes Dokument. Und manche Erkenntnisse entstehen erst im Gespräch – zwischen Kolleginnen und Kollegen, die vor denselben Herausforderungen stehen wie Sie.

Für diese Fortbildungen haben wir bewusst ein Präsenzformat gewählt: Unsere Veranstaltungen im Silent Green Kulturquartier in Berlin-Wedding bieten den Rahmen, den komplexe Themen aus der öffentlichen Verwaltung verdienen – konzentriert, offen, ohne Ablenkung.

Das Silent Green Kulturquartier in Berlin-Wedding ist ein denkmalgeschütztes Ensemble auf dem Gelände eines ehemaligen Krematoriums, das heute als Ort für Kultur, Forschung und Austausch genutzt wird. Unsere Konferenz findet in den modernen Tagungsräumen des Quartiers statt – ruhig gelegen, mit Tageslicht und einer Architektur, die konzentriertes Arbeiten möglich macht, ohne den sterilen Charakter klassischer Konferenzhotels. Für zwei Tage intensiver Detailarbeit ein Ort, der zur Sache passt.

Direkter Austausch

Fragen stellen, Fälle besprechen, Lösungsansätze anderer Organisationen kennenlernen.

Fokus ohne Ablenkung

Kein Multitasking, kein geteilter Bildschirm.
Zwei Tage konzentriertes Arbeiten.

Klärung vor Ort

Referierende und KollegInnen direkt ansprechen – auch in den Pausen und beim Mittagessen.

Format

Zwei ganze Tage

Adresse

silent green
Gerichtstraße 35
13347 Berlin

Anreise

Vom Hauptbahnhof:
14 Minuten mit dem Bus

Hotelempfehlungen auf Anfrage

Verpflegung

Inkl. Pausensnacks, Mittagessen und Getränke

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Laborbau Konferenz: Die Königsdisziplin des öffentlichen Bauens verstehen und beherrschen

Laborgebäude gehören zu den technisch anspruchsvollsten Bauvorhaben im öffentlichen Sektor. Die Kombination aus hochsensiblen Nutzungsanforderungen, strengen Sicherheitsvorschriften und der Notwendigkeit, Flexibilität für zukünftige Nutzungsänderungen einzuplanen, macht jeden Laborbau zu einem Projekt, das mit den üblichen Standards des öffentlichen Hochbaus wenig gemein hat. Ein Hörsaalgebäude kann man umnutzen; ein Chemielabor, das für eine bestimmte Sicherheitsstufe gebaut wurde, lässt sich nicht ohne Weiteres in ein Biologielabor umwandeln.

Die Herausforderungen beginnen bei der Planung. Labore erfordern eine technische Infrastruktur, die in Dichte und Komplexität mit industriellen Produktionsstätten vergleichbar ist: Lüftungsanlagen mit mehrfachem Luftwechsel, Medienversorgung mit Gasen, Druckluft und Spezialwasser, Abzugssysteme für gefährliche Stoffe, Notstromversorgung für temperaturempfindliche Proben. Die Investitionskosten pro Quadratmeter liegen um ein Vielfaches über denen eines normalen Bürogebäudes – und jeder Planungsfehler potenziert sich in den Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer.

Hinzu kommt die regulatorische Komplexität. Labore unterliegen einer Vielzahl von Normen und Vorschriften – von der Arbeitsstättenverordnung über die Gefahrstoffverordnung bis hin zu spezifischen Richtlinien für biologische Sicherheit oder Strahlenschutz. Die Zuständigkeiten sind fragmentiert: Bauherr, Nutzer, Sicherheitsbeauftragte, Genehmigungsbehörden und Betreiber haben unterschiedliche Anforderungen, die im Planungsprozess zusammengeführt werden müssen – und die sich nicht selten widersprechen.

Besonders unterschätzt wird die Frage der Zukunftssicherheit. Forschungsmethoden ändern sich schneller als Gebäude gebaut werden können. Ein Labor, das heute für nasschemische Analytik konzipiert wird, soll in zehn Jahren vielleicht molekularbiologische Arbeiten aufnehmen. Flexible Raumkonzepte – modulare Installationssysteme, offene Deckenbereiche für Nachrüstungen, anpassbare Medienversorgung – sind kein Luxus, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit.

Unsere Laborbau Konferenz bringt Planende, Betreibende und Nutzende zusammen. Claus Schweinheim von HT Lab Tec bringt die Perspektive des Sicherheitslaborspezialisten ein, Dr. Andreas Düdder von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Erfahrung der universitären Laborplanung. Die Konferenz arbeitet an realen Projektbeispielen und verbindet rechtliche Rahmenbedingungen mit technischer Umsetzung und wirtschaftlicher Projektsteuerung.