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Horizon Europe bietet enorme Chancen für exzellente Forschung, stellt die Administration aber vor komplexe Hürden. Während die Einführung von Lump Sum-Projekten die Abrechnung eigentlich vereinfachen soll, entstehen neue Fragen zur Berichterstattung und Nachweispflicht. Gleichzeitig erfordern die spezifischen Pauschalraten der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) höchste Präzision in der Verwaltung, um bei späteren EU-Audits keine bösen Überraschungen zu erleben.
Dieses Seminar macht Sie fit für die finanzielle Abwicklung Ihres EU-Projekts. Wir blicken hinter die Kulissen der Brüsseler Vorgaben und zeigen Ihnen, wie Sie Berichte korrekt erstellen, MSCA-Mittel fehlerfrei verwalten und Ihre Prozesse von Anfang an so aufsetzen, dass Sie jedem Audit gelassen entgegensehen.
Das nehmen Sie mit
Ihre Referierenden

Horizon Europe (MSCA, ERC)
Friederieke Noack
Technische Universität Dresden

Horizon Europe, EDF, Partnerschaften
Katja Böttcher
Technische Universität Dresden
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Horizont Europa: Warum exzellente Forschung an der Administration scheitern kann
Horizon Europe ist das größte Forschungsförderprogramm der Welt – mit einem Budget von über 95 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027. Für deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen bietet es enorme Chancen: von ERC Grants über Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen bis hin zu großen Verbundprojekten in den Clustern. Doch zwischen erfolgreicher Antragstellung und dem reibungslosen Projektabschluss liegt ein administratives Minenfeld, das selbst erfahrene Drittmittelverantwortliche vor Herausforderungen stellt.
Die Einführung von Lump-Sum-Projekten sollte eigentlich Vereinfachung bringen. Statt detaillierter Kostennachweise wird eine Pauschale ausgezahlt, die an die Erreichung von Arbeitspaketen geknüpft ist. In der Praxis wirft das Modell aber neue Fragen auf: Wie weist man nach, dass ein Arbeitspaket tatsächlich abgeschlossen ist? Was passiert, wenn die realen Kosten erheblich von der Pauschale abweichen – nach oben oder nach unten? Und wie gestaltet man die Konsortialvereinbarung so, dass die Risikoverteilung zwischen den Partnern fair bleibt, wenn einer das Arbeitspaket nicht liefert?
Bei Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) liegt die Komplexität in der Finanzadministration: Die Abrechnung erfolgt über Unit Costs, die Personalkosten, Mobilitätszulagen und institutionelle Beiträge in festgelegten Sätzen pauschalieren. Die korrekte Zuordnung, insbesondere bei Forschenden, die zwischen Einrichtungen wechseln oder Secondments absolvieren, erfordert Detailkenntnis der Förderregeln – und eine saubere Dokumentation, die im Audit standhält.
Denn Audits kommen. Die Europäische Kommission prüft stichprobenartig, und die Konsequenzen können erheblich sein: Rückforderungen, Ausschluss von zukünftigen Ausschreibungen, Reputationsschäden. Second Level Audits durch externe Prüfer der Kommission sind besonders gründlich – und decken regelmäßig Fehler auf, die während der Projektlaufzeit unbemerkt geblieben sind. Die häufigsten Beanstandungen betreffen Personalkosten, Zeitnachweise und die Abgrenzung förderfähiger von nicht förderfähigen Kosten.
Friederike Noack und Katja Böttcher von der Technischen Universität Dresden bringen in unserer Fortbildung die Erfahrung aus der täglichen Administration von Horizon-Europe-Projekten mit – von MSCA und ERC bis zu EDF und europäischen Partnerschaften. Sie vermitteln praxiserprobte Methoden für Financial Statements, Zeiterfassung und Belegführung und bereiten gezielt auf Audit-Szenarien vor, damit Rückforderungen gar nicht erst entstehen.

