Themen im Fokus

Die korrekte Abrechnung und Berichterstattung in Horizont-Europa-Projekten stellt Forschungseinrichtungen und Hochschulen vor komplexe Anforderungen. Geänderte Regeln gegenüber Horizon 2020, neue Vorgaben bei Personalkosten und strenge Dokumentationspflichten erhöhen das Risiko von Beanstandungen – bis hin zu Rückforderungen durch die EU-Kommission.
In unserem Seminar vermitteln wir Ihnen das Rüstzeug, um Fördermittel rechtssicher abzurechnen, Berichtspflichten korrekt zu erfüllen und externe Prüfungen souverän zu bestehen. Praxisworkshops mit konkreten Fallbeispielen sorgen dafür, dass Sie das erworbene Wissen direkt anwenden können.

Das nehmen Sie mit

  • Klare Orientierung zu Förderbedingungen, Kostenarten und Förderquoten unter Horizont Europa – inklusive der Unterschiede zu Horizon 2020
  • Sichere Methoden zur Berechnung und Abrechnung von Personalkosten nach den aktuellen Horizont-Europa-Regeln
  • Praxiswissen aus Workshops: eigenständige Bearbeitung realistischer Abrechnungsszenarien in Kleingruppen
  • Handlungssicherheit bei Berichtspflichten – von der Zwischenberichterstattung (Form C) über Subcontracting bis zur elektronischen Einreichung
  • Frühzeitige Vorbereitung auf ex-post Audits und Prüfbescheinigungen (CFS) mit erprobten Strategien zur internen Projektorganisation
  • Erfahrungswerte aus Horizon-2020-Prüfungen, die Sie auf kommende Audits vorbereiten
Seminar Details

Modalität

Online

format

Zwei halbe Tage

zeitraum

08:30 - 13:00 Uhr

Termin & Preis

Preis pro Person zzgl. Mwst. (19%)

Ihre Referierenden

Horizon Europe (MSCA, ERC)

Friederieke Noack

 

Technische Universität Dresden

Horizon Europe, EDF, Partnerschaften

Katja Böttcher

 

Technische Universität Dresden

Warum dieses Format

Online, kompakt, interaktiv: konzipiert für  den Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst.

Zwei halbe Tage

Vormittags lernen, nachmittags umsetzen – ohne den Arbeitsalltag zu blockieren.

Keine Installation

Edudip läuft direkt im Browser. Kein Download, keine IT-Freigabe nötig.

Kleine Gruppe

Maximal 25 Teilnehmende für echten Austausch und individuelle Fragen.

Top Referierende

Unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis mit viel Erfahrung in den Themen.

Ähnliche Fortbildungen zum Thema

Horizont Europa: Warum exzellente Forschung an der Administration scheitern kann

Horizon Europe ist das größte Forschungsförderprogramm der Welt – mit einem Budget von über 95 Milliarden Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027. Für deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen bietet es enorme Chancen: von ERC Grants über Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen bis hin zu großen Verbundprojekten in den Clustern. Doch zwischen erfolgreicher Antragstellung und dem reibungslosen Projektabschluss liegt ein administratives Minenfeld, das selbst erfahrene Drittmittelverantwortliche vor Herausforderungen stellt.

Die Einführung von Lump-Sum-Projekten sollte eigentlich Vereinfachung bringen. Statt detaillierter Kostennachweise wird eine Pauschale ausgezahlt, die an die Erreichung von Arbeitspaketen geknüpft ist. In der Praxis wirft das Modell aber neue Fragen auf: Wie weist man nach, dass ein Arbeitspaket tatsächlich abgeschlossen ist? Was passiert, wenn die realen Kosten erheblich von der Pauschale abweichen – nach oben oder nach unten? Und wie gestaltet man die Konsortialvereinbarung so, dass die Risikoverteilung zwischen den Partnern fair bleibt, wenn einer das Arbeitspaket nicht liefert?

Bei Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) liegt die Komplexität in der Finanzadministration: Die Abrechnung erfolgt über Unit Costs, die Personalkosten, Mobilitätszulagen und institutionelle Beiträge in festgelegten Sätzen pauschalieren. Die korrekte Zuordnung, insbesondere bei Forschenden, die zwischen Einrichtungen wechseln oder Secondments absolvieren, erfordert Detailkenntnis der Förderregeln – und eine saubere Dokumentation, die im Audit standhält.

Denn Audits kommen. Die Europäische Kommission prüft stichprobenartig, und die Konsequenzen können erheblich sein: Rückforderungen, Ausschluss von zukünftigen Ausschreibungen, Reputationsschäden. Second Level Audits durch externe Prüfer der Kommission sind besonders gründlich – und decken regelmäßig Fehler auf, die während der Projektlaufzeit unbemerkt geblieben sind. Die häufigsten Beanstandungen betreffen Personalkosten, Zeitnachweise und die Abgrenzung förderfähiger von nicht förderfähigen Kosten.

Friederike Noack und Katja Böttcher von der Technischen Universität Dresden bringen in unserer Fortbildung die Erfahrung aus der täglichen Administration von Horizon-Europe-Projekten mit – von MSCA und ERC bis zu EDF und europäischen Partnerschaften. Sie vermitteln praxiserprobte Methoden für Financial Statements, Zeiterfassung und Belegführung und bereiten gezielt auf Audit-Szenarien vor, damit Rückforderungen gar nicht erst entstehen.