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Das Gespräch mit einer erkrankten oder langzeitabwesenden Person ist der kritischste Moment im BEM – und gleichzeitig der, auf den die wenigsten Beteiligten systematisch vorbereitet werden. Ob BEM-Beauftragte, HR-Fachkraft oder Führungskraft: Wer dieses Gespräch führt, bewegt sich zwischen Fürsorge und Funktion, zwischen rechtlichen Anforderungen und menschlicher Sensibilität.
In der Praxis scheitern BEM-Prozesse häufig nicht an fehlenden Konzepten, sondern an konkreten Gesprächssituationen: dem Mitarbeitenden, der misstrauisch ablehnt. Der Fachkraft, die nicht weiß, was sie sagen darf. Dem Gespräch, das eskaliert, weil Ängste vor Kündigung oder Kontrollverlust im Raum stehen.
Diese Fortbildung gibt Ihnen das Rüstzeug, um BEM-Gespräche strukturiert, rechtssicher und lösungsorientiert zu führen. Gerade dann, wenn es schwierig wird.
Das nehmen Sie mit
Ihre Referierenden

BEM & BGM
Dr. Gregor Wittke
Auswärtiges Amt
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Schwierige Gespräche im Betrieblichen Eingliederungsmanagement: Warum Gesprächsführung über den BEM-Erfolg entscheidet
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist gesetzlich vorgeschrieben, doch seine Wirksamkeit hängt fast vollständig davon ab, wie das erste Gespräch geführt wird. Wer die betroffene Person nicht abholt, verliert sie. Und wer die eigene Rolle im BEM nicht klar versteht, riskiert nicht nur den Prozesserfolg, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
In der Verwaltungspraxis treffen BEM-Beauftragte, HR-Fachkräfte und Führungskräfte regelmäßig auf Situationen, für die sie nicht ausgebildet wurden: Mitarbeitende, die schweigen oder ablehnen. Gespräche, die eskalieren, weil Angst vor Kündigung oder Versetzung im Raum steht. Emotionale Reaktionen, auf die keine Antwort parat ist. Die Herausforderung ist selten das BEM-Verfahren selbst, sie liegt im Gespräch.
Lösungsorientierte Gesprächsführung bietet hier einen fundierten Rahmen: Statt Problemanalyse und Druck steht der Fokus auf Ressourcen, Möglichkeiten und konkreten nächsten Schritten. Techniken wie Skalierungsfragen oder die sogenannte Wunderfrage helfen, festgefahrene Gespräche zu öffnen - ohne den Druck zu erhöhen. Ergänzt durch De-Eskalationsprinzipien wie Pacing & Leading entstehen Gespräche, die nicht nur Compliance erfüllen, sondern echte Wiedereingliederung ermöglichen.
Diese Fortbildung vermittelt genau dieses Handwerkszeug. Praxisnah aufbereitet von Dr. Gregor Wittke, Arbeits- und Organisationspsychologe und Psychologe beim Auswärtigen Amt - mit über 20 Jahren Erfahrung in der Begleitung von Führungskräften und Beschäftigten in herausfordernden Arbeitssituationen.
