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In der pharmazeutischen Produktion ist „sauber“ nicht gut genug – es muss GMP-konform sein. Die Good Manufacturing Practice stellt extrem hohe Anforderungen an Räume, Technik und Prozesse. Ein Fehler im Zonenkonzept oder eine unzureichende Lüftungsplanung gefährdet nicht nur die Produktqualität, sondern riskiert den Verlust der Herstellungserlaubnis. Die Herausforderung liegt darin, starre Richtlinien in funktionierende, effiziente Layouts und technische Konzepte zu übersetzen.

Dieses Seminar vermittelt Ihnen das technische und regulatorische Fundament für die Pharmaproduktion. Sie lernen, wie Sie Reinraumklassen sicher definieren, Zonenkonzepte logisch strukturieren und Lüftungstechnik so planen, dass sie den strengen GMP-Vorgaben standhält und Kontaminationen sicher ausschließt.

Das nehmen Sie mit

  • Fundiertes Wissen über die aktuellen Anforderungen an die Herstellung von Arzneimitteln, um Compliance-Verstöße von vornherein zu vermeiden.
  • Kompetenz in der Planung intelligenter GMP-Zonenkonzepte und Layouts, die Material- und Personalfluss effizient und sicher lenken.
  • Sicherheit bei der Einordnung und Definition der verschiedenen GMP-Reinraumklassen (A bis D) und deren spezifischen Anforderungen.
  • Know-how zur Integration moderner Prozesstechnik in die räumliche Umgebung unter strikter Einhaltung der GMP-Richtlinien.
  • Verständnis für normgerechte Lüftungskonzepte, um Druckkaskaden und Luftwechselraten korrekt auszulegen.
  • Fähigkeit zur Bewertung bestehender oder geplanter Anlagen hinsichtlich ihrer GMP-Tauglichkeit und Genehmigungsfähigkeit.
Seminar Details

Modalität

Online

format

Zwei halbe Tage

zeitraum

08:30 - 13:00 Uhr

Termin & Preis

Preis pro Person zzgl. Mwst. (19%)

Ihre Referierenden

Labore und Hygiene

Nikolaus Ferstl

 

Facility Engineering Services GmbH

Warum dieses Format

Online, kompakt, interaktiv: konzipiert für  den Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst.

Zwei halbe Tage

Vormittags lernen, nachmittags umsetzen – ohne den Arbeitsalltag zu blockieren.

Keine Installation

Edudip läuft direkt im Browser. Kein Download, keine IT-Freigabe nötig.

Kleine Gruppe

Maximal 25 Teilnehmende für echten Austausch und individuelle Fragen.

Top Referierende

Unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis mit viel Erfahrung in den Themen.

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GMP-Anforderungen kompakt: Was Planer, Betreiber und Qualitätsverantwortliche wissen müssen

Good Manufacturing Practice – GMP – ist der regulatorische Standard, der in der Arzneimittelherstellung über Zulassung und Marktzugang entscheidet. Die Anforderungen betreffen nicht nur die Produktion selbst, sondern beginnen bereits bei der Gebäudeplanung: Raumkonzepte, Luftführung, Oberflächenbeschaffenheit und Zonenübergänge müssen so gestaltet sein, dass Kontaminationsrisiken minimiert und die Produktqualität jederzeit gewährleistet ist. Ein Fehler im Layout kann eine gesamte Produktionsstätte unbrauchbar machen – oder eine Nachqualifizierung auslösen, die Millionen kostet und Monate dauert.

Die Komplexität beginnt beim Zonenkonzept. GMP unterscheidet vier Reinraumklassen – A bis D –, die jeweils spezifische Anforderungen an Partikelzahl, Luftwechselraten, Temperatur, Feuchte und Druckverhältnisse stellen. Klasse A – die reinste Zone, in der aseptisch gearbeitet wird – muss von Klasse-B-Bereichen umgeben sein, die wiederum über definierte Schleusen von den niedrigeren Klassen getrennt werden. Jeder Übergang zwischen Zonen ist ein potenzieller Kontaminationspfad und muss konstruktiv gelöst werden.

Besonders anspruchsvoll ist die Lüftungsplanung. Reinraumlüftung ist kein Standard-HVAC: Die Luft muss gefiltert, temperiert und in definierter Strömungsrichtung geführt werden – von der reinen zur unreinen Zone, um Kreuzkontamination zu verhindern. Die Integration moderner Prozesstechnik – Isolatoren, RABS-Systeme, Einweg-Technologien – erfordert ein Verständnis sowohl der regulatorischen Anforderungen als auch der ingenieurtechnischen Umsetzung.

Für öffentliche Einrichtungen, die pharmazeutische Produktionsstätten planen, betreiben oder beaufsichtigen – ob Universitätskliniken mit eigener Arzneimittelherstellung, Landesbehörden in der Pharmaaufsicht oder Forschungseinrichtungen mit GMP-pflichtigen Laboren –, ist fundiertes GMP-Wissen unverzichtbar. Denn die Konsequenzen von Abweichungen reichen von Abweichungsberichten und CAPAs über Produktionsunterbrechungen bis hin zu Zulassungsentzügen.

Unsere Fortbildung vermittelt die technischen und regulatorischen Grundlagen kompakt und praxisnah: vom Reinraumklassenkonzept über die Layoutplanung bis zur Qualifizierung bestehender Anlagen. Die Teilnehmenden lernen, GMP-relevante Planungsentscheidungen zu bewerten und die Kommunikation zwischen Planern, Betreibern und Qualitätsverantwortlichen auf ein gemeinsames fachliches Fundament zu stellen.